Was geschieht mit den Pflanzenrückständen?

Um Ertragseinbußen und Unkrautprobleme zu vermeiden, die häufig auf mangelhaften Feldaufgang und lückige Bestände zurückzuführen sind, sollte einem gezielten „Strohmanagement" besondere Beachtung geschenkt werden.

Strohmanagement und Stoppelbearbeitung

Wichtig sind das feine Häckseln und die gleichmäßige Strohverteilung durch den Mähdrescher, gefolgt von einer oberflächlichen Einmischung in den Boden. Der Boden sollte dafür abgetrocknet, aber noch nicht ausgetrocknet sein.

Dieser kostengünstige Bearbeitungsgang mit hoher Flächenleistung bewirkt, dass Ausfallgetreide und Unkräuter durch das Auflockern des Strohs, das Ausschütteln der Samen und durch flaches Anritzen des Bodens zum Keimen angeregt und die nachfolgenden Arbeitsgänge erleichtert werden. Auch auf den Ernterückständen sitzende Krankheitserreger und Schädlinge können so leichter abgebaut werden. Wenn das Ausfallgetreide das 3- bis 4-Blattstadium erreicht hat, kann ein Totalherbizid eingesetzt werden.

Die in der Literatur oft empfohlene diagonale Bearbeitung mit dem Strohstriegel ist aufgrund der Betriebsstruktur am Oberrhein wegen der meist kleinen Parzellen kaum anwendbar.

Zwischenfruchtreste

Unvollständig abgefrorene Zwischenfruchtbestände (z.B. Phacelia) müssen nicht zwingend mit Herbiziden behandelt werden, sondern können auch mit Kreisel- oder Scheibenegge eingearbeitet werden. Gemähter, nicht chemisch abgetöteter Winterraps kann bei Wiederaustrieb dadurch bekämpft werden, dass durch Walzen der austreibenden Pflanzen der empfindliche Vegetationskegel abgebrochen wird.

 

Siehe auch Strohausgleichsdüngung zur Förderung der Strohrotte

 

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