Ist es zwingend notwendig, die Fruchtfolge umzustellen?

Realität am Oberrhein

Wirtschaftliche Gründe hindern viele Landwirte daran, ihre Fruchtfolge aufzulockern, obwohl die Einführung eines nachhaltigen pfluglosen Anbauverfahrens oft mit einer mehrgliedrigen Fruchtfolge verbunden ist. Aus finanziellen Gründen behält Mais einen überwiegenden Anteil in den Fruchtfolgen am Oberrhein, trotz der Schwierigkeiten hinsichtlich der Unkrautunterdrückung, der Erhaltung einer guten Bodenstruktur und seinem Potential bezüglich der Ausbreitung von Fusariosen.

Notwendigkeit von Fruchtfolgen

Der Aufbau der Fruchtfolge ist vielleicht eines der effektivsten Werkzeuge des Pflanzenbauers, auch wenn der Stellenwert der Fruchtfolge häufig von ökonomischen Überlegungen und intensivem Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln überlagert wird.

Durch den Wechsel von Halm- und Blattfrucht kann eine einseitige Selektion spezifischer Unkräuter vermieden werden. Spezifische Herbizide gegen Ungräser in der Blattfrucht und breitblättrige Unkräuter in der Halmfrucht können den Erfolg der Unkrautbekämpfung bedeutend verbessern.

Nicht empfohlen: Anbau von Weizen nach Mais

Ein Anbau von Weizen nach Mais ist heute zu vermeiden, da der auf Mais folgende Weizen einem hohen Risiko des Fusarienbefalls mit einer Mykotoxinbelastung über den zulässigen Werten ausgesetzt ist. Die Aufnahme neuer Fruchtfolgeglieder (Eiweißpflanzen und Kreuzblütlern) ist in Betracht zu ziehen.

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