Werde ich mehr Probleme mit Schädlingen haben?

Grundsätzlich werden durch lange Phasen der Bodenruhe nicht nur Populationen von Nützlingen, sondern auch Schädlinge wie z.B. Schnecken gefördert.

Schnecken

Die Erfahrungen mit Schneckenproblemen sind sehr unterschiedlich. Sie scheinen vor allem bei Kreuzblütlern oder an bestimmten Zwischenkulturen aufzutreten. Außer dem Einsatz von Schneckenkorn, das neben ökologischen Nachteilen auch dazu beiträgt, durch erhöhten Pflanzenschutzaufwand die finanziellen Vorteile reduzierter Bodenbearbeitung zu mindern, bieten sich folgende Verfahren der Bekämpfung an:

  • nach der Stoppelbearbeitung, Saatbettbereitung und der Aussaat Walzen, um Hohl- und Schlupfräume zu verringern,
  • frühe und tiefe Saat,
  • Beachtung der Anfälligkeit bei der Sortenwahl,
  • „grüne Brücken" vermeiden (zeitweiser Entzug der Nahrungsgrundlage durch Wechsel zwischen Winter- und Sommerfrucht mit Abtöten von Ausfallgetreide im Herbst),
  • Einsatz von Kalkstickstoff oder Branntkalk (z. B. vor Winterweizen oder Triticale),
  • kurzes Strohhäckseln sowie gleichmäßige Strohverteilung.

Mäuse

Außerdem können die Schäden durch Mäuse empfindliche Verluste verursachen, wenn die Oberfläche des Bodens nicht bearbeitet und dadurch gestört wird.

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