Steckbrief des Betriebs

Fruchtfolge

Soja - Roggen - Ackerbohne, keine Beregnung, keine Zwischenfrucht

Bodentyp

Sandiger Lehm oder lehmiger Sand

Motivation für den Pflugverzicht

Der Bio-Betrieb wirtschaftet mit Low-Input-Strategie, einerseits aus wirtschaftlichen, andererseits aus ökologischen Gründen. Die natürlichen Verhältnisse sollen so wenig wie möglich gestört werden.  Außerdem möchte der Betriebsleiter Zeitkapazitäten für andere Tätigkeiten frei halten.  Die Produktionskosten sollen - auch wegen fallender Erzeugererlöse - weiter reduziert werden.

Ziel ist eine Extensivierung des Anbaus bei möglichst gleichbleibenden Erträgen.

Arbeitskalender

Termin September März April Mai
Maßnahme Stoppelbearbeitung

Aussaat Blindstriegeln 1-2 cm
Geräte Stoppelhobel Dynadrive
Saatbettkombi aus Scheibenegge und Sämaschine Accord
Bodentiefe 5-7 cm
5-10 cm

Entscheidungs-

regel

Oberboden abschälen Pflanzenmasse einmischen
Ende April
Soja und Unkraut zum Auflaufen anregen, kleine Unkräuter rausreißen
Ziele Kapillarität wird gebrochen, Oberboden und Unkraut trocknen aus, Feuchte bleibt im darunter liegenden Boden
Nach Scheibenegge im April gutes Saatbett für Soja
Unkrautarmer Bestand, guter Feldaufgang des Soja

 

Ergebnisse des pfluglosen Anbaus

Vergleich


positive Aspekte
negative Aspekte
Ertrag konstant
Aufwand Bearbeitbarkeit besser noch nicht gesunken
Pflanzenbau Weniger Arbeit
Arbeitswirtschaft Gute und stabile Erträge auch in der Umstellungsphase, Einsparpotenzial in der Bearbeitung

Aufgetretene Probleme und Lösungen

Problem Lösung
Unkraut (Bioanbau! daher kein RoundUp, nur mechanische Unkrautbekämpfung) Stoppelhobel: Schnelle Stoppelbearbeitung im Sommer, Saatbett für Ausfallgetreide und Unkraut - Auflauf, Bekämpfung

 

Schlussfolgerungen zum pfluglosen Anbau

Stellungnahme der Beratung

  • Stickstoff der Ackerbohne wird nicht genutzt: Keine Zwischenfrucht oder Sommerung
  • Günstig wäre deshalb ein Winterweizen, - Hafer oder -Roggen nach der Ackerbohne
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