Steckbrief des Betriebs

Fruchtfolge

Wintergerste - Mais - Weizen, keine  Beregnung, keine Zwischenfrüchte

Bodentyp

Sandiger Lehm

Motivation für den Pflugverzicht

Der Betrieb verwendet Mulchsaat zu Getreide und Mais in der Fruchtfolge, um Arbeisspitzen zu brechen.

Kulturführung und Beobachtungen

Monomais-Flächen werden wegen Problemen beim Strohmanagement weiterhin gepflügt. Da der Betrieb Zuchtsauen hält, die sehr empfindlich auf Mykotoxine reagieren, wird die Ernte laufend untersucht. Dieser Betrieb kann für den Anbau keine MEKA-Förderung in Anspruch nehmen, da eine 2. Ährenbehandlung bei MEKA nicht zulässig ist, aber in manchen Jahren (viel feuchte Witterung zur Getreideblüte) aus betrieblichen Gründen nötig ist.

Arbeitskalender

Termin September
Oktober Januar Februar April
Maßnahme Grubber (Ernte: 3. Dekade)
Aussaat
Stickstoffgabe: 70-75 kg N/ha

Herbizid:

2 l/ha IPU

3 l/ha Stomp

N-Gabe und Fungizid:

Bei Weizen CYCOCEL, bei Gerste JUWEL vor dem Ährenschieben

Geräte 150 PS + Lemken Smaragd
Bodentiefe 10 cm

Entscheidungs-

regel

Ende September 1. Dekade
Ziele Rotte beschleunigen
Erste Düngergabe früh und etwas mehr N als früher

 

Ergebnisse des pfluglosen Anbaus

Vergleich


positive Aspekte
negative Aspekte
Ertrag gleich
Aufwand gleich
Pflanzenbau Tragfähigkeit, Stabilität, Erosionsfestigkeit Fusarien auf Weizen

Aufgetretene Probleme und Lösungen

Problem Lösung
Schlechtere Bodenerwärmung Düngestrategie beim Getreide geändert: erste Gabe betonen und vorziehen auf Mitte Februar

 

Schlussfolgerungen zum pfluglosen Anbau

Stellungnahme der Beratung

  • Maisstroh und Stoppel mulchen, evtl. N-Ausgleichsdüngung mit AHL oder Harnstoff spritzen zur Rottebeschleunigung.
  • Bei Sortenwahl im Winterweizen Schwerpunkt auf Fusariumresistenz legen; Ährenbehandlung mit fusariumwirksamem Azol.
  • Hinweis: Der Betrieb muss nur auf die MEKA-Maßnahme „erweiterter Drillreihenabstand" und max. 1 Fungizidanwendung ab Stadium 49 verzichten. An den übrigen MEKA-Maßnahmen (z.B. Mulchsaat, Begrünung) ist eine Teilnahme möglich.
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Mit finanzieller Unterstützung aus dem Innovationsfond Klima- und Wasserschutz der badenova AG und Co.KG

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