Praxisbeispiele Oberrhein

An dieser Stelle werden pfluglose Anbausysteme dargestellt, die sich bei Landwirten am Oberrhein in der Praxis bewährt haben.

Jedes Anbauverfahren wird im Zusammenhang mit der Kultur, der Fruchtfolge und dem Bodentyp dargestellt. Alle Bewirtschaftungsmaßnahmen und die eingesetzten Geräte nebst den Einsatzvoraussetzungen werden beschrieben, die Ergebnisse, Probleme und Lösungsansätze geschildert und kommentiert.

Woher kommen die Ergebnisse der Praktikerbefragung?

Als Teil des ITADA-Projektes „Erstellung und Überprüfung einer regionalen Datensammlung zur reduzierten Bodenbearbeitung" wurden Erhebungen zur Bewirtschaftungspraxis bei pfluglos arbeitenden Landwirten am Oberrhein vorgenommen. Befragt wurden 37 Betriebe mit pflugloser Bodenbearbeitung aus Baden (16 Betriebe) und aus dem Elsass (21 Betriebe), die eine möglichst große Vielfalt an Oberrhein-typischen Standortbedingungen und Betriebssystemen abdecken. Im Nachhinein hat sich gezeigt, dass die untersuchte Stichprobe ungefähr 40% der Gesamtheit von pfluglos arbeitenden Landwirten ausmacht.
Die bei den Landwirten erhobenen Praxiserfahrungen erstrecken sich auf die Art und Weise der Umsetzung von pflugloser Bodenbearbeitung unter verschiedenen Standortbedingungen und Fruchtfolgen. Ausgewählt und in Form von Datenblättern vorgestellt werden 27 Anbauverfahren von besonderem Interesse für die Erfahrungsvermittlung, mit Kommentierung durch einen Experten aus der Region.

Die Standorte

Für jeden Klein-Naturraum wurden ein bis zwei Betriebe ausgewählt.

Die Betriebssysteme

Die Aktivitäten der befragten Landwirte sind sehr vielfältig. Achtzehn Landwirte betreiben ausschließlich Ackerbau, acht Sonderkulturen und elf Tierhaltung. Die Anzahl der benötigten ständigen Arbeitskräfte ist unterschiedlich. So liegt das Verhältnis von landwirtschaftlicher Nutzfläche pro Arbeitskrafteinheit bei 101 ha/Ak für die Ackerbaubetriebe, 44 ha/Ak für die Sonderkulturbetriebe und 73 ha/Ak für die Tierhaltungsbetriebe. Drei Landwirte sind Nebenerwerbslandwirte im juristischen Sinne (17; 18; 20). Dreizehn Betriebe haben ein Zusatzeinkommen: Kompostierung (21; 24; 33), pfluglose Bodenbearbeitung (1; 14; 26; 27; 31) und Bodenbearbeitung mit dem Pflug (3; 20), Erntearbeiten (10; 19; 32), Getreidetransport (27) sowie öffentliche Arbeiten (14). Vier Betriebe (7; 24; 25; 31) betreiben ökologischen Landbau, davon 2 ohne Tierhaltung.

Gibt es funktionierende Beispiele pflugloser Anbausysteme für Standorte, die den Flächen in meinem Betrieb ähnlich sind?

Die befragten und dargestellten Betriebe (Zahlen geben die Nummern der befragten Betriebe an) bzw. Anbauverfahren sind in folgender Tabelle nach Bodentypen und Vorfrüchten eingeordnet und verlinkt:

Fruchtfolge

 

Bodentyp

Mais nach Mais, Monomais Mais nach Weizen oder Raps

Weizen (Winter-

gerste, Erbsen) nach Mais

Weizen nach

Weizen (Winter-

gerste, Erbsen, Raps)

Zucker-

rüben

nach Mais

Andere
Lehm 2a, 10 29, 34 2b, 25, 29, 34 - -
Loess 8, 10 18, 29 8, 29 - -
Toniger Lehm 9, 15, 17
11
11 - -
Lehmiger Ton 9, 17 11 11 33
-
Sandiger/ sandig-toniger Lehm 9, 16a, 22, 26, 27 20 17, 20, 29, 37 16b, 28 - 31
Humose Tonböden 3 - - - -
Schwere Tonböden 2a, 14, 15 - - - -
Lehmiger Sand 6, 12, 23, 24, 27, 36 - 6, 37 28 12 31
Sandiger Ton 1, 26 - 24 - 1
Kiese 35 24

Weiterführende Links

  • Typologie und Funktionsweise der befragten Betriebe
  • Gründe für den Übergang zur pfluglosen Bodenbearbeitung
  • Die wesentlichen Erkenntnisse, die aus den Befragungen gewonnen wurden

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1 Mais nach Weizen (Vogesen-Vorbergzone) Betrieb 11
2 Betriebe mit anderen Fruchtfolgen
3 Betriebe mit Zuckerrüben nach Mais
4 Betriebe mit Weizen nach Weizen / Wintergerste / Erbsen / Raps
5 Betriebe mit Weizen / Wintergerste / Erbsen nach Mais
6 Betriebe mit Mais nach Weizen oder Raps
7 Betriebe mit Mais-Monokultur
8 Raps nach Wintergerste (Sand, Lehm) Betrieb 28
9 Soja nach Ackerbohne im Ökolandbau (Lehm, Sand) Betrieb 31
10 Erbse nach Winterweizen (Ton) Betrieb 33
11 Wintergerste nach Körnermais (Lehm) Betrieb 37
12 Weizen nach Weizen am Vogesenfuß, Grenze zur Hardt (16b)
13 Weizen nach Mais (Hügelland Vogesenvorbergzone) Betrieb 11
14 Weizen nach Mais (erosionsgefährdetes Lößhügelland) Betrieb 8
15 Weizen nach Mais (Vogesen-Vorbergzone) Betrieb 20
16 Wintererbsen nach Mais (Hügelland) Betrieb 2b
17 Mais nach Weizen (Kies) Betrieb 35
18 Mais nach Weizen (Hanglehm) Betrieb 34
19 Mais nach Weizen (Gley) Betrieb 29
20 Mais nach Weizen (erosionsgefährdetes Hügelland Sundgau) Betrieb 18
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