Ist pflugloser Anbau auf schweren oder feuchten Böden möglich?

Einschränkungen

Schwierigkeiten bei der Einführung pflugloser Anbauverfahren bestehen hauptsächlich auf stark tonigen Böden mit Staunässe während einem Teil des Jahres. Die verfügbaren Bearbeitungszeiträume sind verkürzt, die Struktur dieser Böden ist leichter verdichtbar und die Erträge sind oftmals niedriger als bei Pflugbewirtschaftung. Diese Böden werden von manchen ansonsten pfluglos wirtschaftenden Landwirten vollständig gepflügt.

Die schlechte Abtrocknung dieser Böden, besonders bei Pflugverzicht, erlaubt nicht immer eine Bearbeitung unter optimalen Bedingungen.

Erfolge

Einige wenige lokale Praktiker beweisen allerdings, dass gute Ergebnisse mittels eines gewissen Know-how erzielt werden können, und dass diese Böden durch konservierende, pfluglose Bearbeitung verbessert werden können, wenn diese bei optimalen Bodenbedingungen durchgeführt wird. Verdichtungen z.B. durch Bearbeitung bei zu hoher Bodenfeuchte müssen dabei unbedingt vermieden werden. Erreichbar sind unter diesen Bedingungen eine bessere Wasserinfiltration, bessere Zersetzung des organischen Materials und langfristig eine deutlich bessere Abtrocknung der Böden im Frühjahr, so dass die Bearbeitbarkeit dieser „Minutenböden" erleichtert wird und sich das Zeitfenster für die notwendigen Arbeitsgänge vergrößert.

DruckenKontakt

Mit finanzieller Unterstützung aus dem Innovationsfond Klima- und Wasserschutz der badenova AG und Co.KG

logo_badenova

© Agentur Anna 2010