Für höhere Bodenlebewesen ist eine Bodenbearbeitung in der Regel nachteilig. Anbauverfahren mit einer geringeren Bearbeitungsintensität begünstigen daher deren Entwicklung. Der Einsatz von Pestiziden dagegen kann die Population empfindlich stören, wodurch sich ein möglicherweise höherer Pestizideinsatz bei Pflugverzicht ungünstig z.B. auf Regenwürmer auswirken könnte (EHRMANN 2000, FRICKE 2003).

Sämtliche Bodenorganismen werden durch Düngung gefördert. Organische Dünger erhöhen das Nährstoffangebot für heterotrophe Organismen direkt, die anorganischen auf dem Umweg über einen vermehrten Anfall von Wurzeln und Pflanzenrückständen, sowie unmittelbar durch die Zufuhr lebensnotwendiger Nährstoffe.

Eine Übersicht über die Individuendichten verschiedener Bodentiergruppen bei unterschiedlichen Bodenbearbeitungsverfahren gibt folgende Tabelle.

 

Tiergruppe Pflug Schwergrubber mit Rotoregge Flügelschargrubber mit Zinkenrotor Direktsaat
Hundertfüßer 100 % 173,3 % 167,4 % 185,1 %
Milben 100 % 139,1 % 140,4 % 115,5 %
Collembolen 100 % 175,2 % 185,4 % 140,8 %
Enchyträen 100 % 83,1 % 120,0 % 87,5 %
Regenwürmer 100 % 197,1 % 228,6 % 512,9 %

Tabelle: Relative Individuendichten in Abhängigkeit vom Bodenbearbeitungssystem (Quelle: FRIEBE & HENKE (1991))

 

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