Durch Pflugeinsatz werden Ernterückstände sowie organische und mineralische Dünger in den Boden eingearbeitet und gleichmäßig verteilt. Bei pflugloser Bodenbearbeitung hingegen führt die Verminderung der Bodenbearbeitungstiefe und der Einsatz von nicht-wendenden Werkzeugen zu einer Veränderung dieser Verteilung von organischer Substanz und Nährstoffen. Je mehr die Bearbeitungstiefe reduziert wird, desto stärker wird die Verteilung der Nährstoffe im Bodenprofil verändert. Dies gilt jedoch hauptsächlich für die Nährstoffe mit geringer Mobilität (z.B. P, K, Ca und Humus).

 

Die flache pfluglose Bodenbearbeitung sowie die Direktsaat bedingen eine oberflächennahe Anreicherung von Ernterückständen und damit der Nährstoffe P, K sowie der organischen Substanz infolge des mechanischen Effekts des nicht-Vergrabens. Die Umwandlungsprozesse der organischen Substanz bringen eine Versauerung (an der Oberfläche) mit sich.
Bei tiefer, mischender Bodenbearbeitung, z.B. mit dem Grubber, ist dieser Effekt weniger ausgeprägt.


Die Veränderung dieser chemischen Bodeneigenschaften spielt sich jedoch in einem relativ bescheidenen Rahmen ab. Sie wirkte sich in keinem Fall negativ auf die Erträge der Kulturen aus. Durch die Anwendung wechselnder Bodenbearbeitungsgeräte mit unterschiedlicher Bearbeitungstiefe sollte sich eine gleichmäßigere Verteilung der Nährstoffe im Bearbeitungshorizont sicherstellen lassen, unter Inkaufnahme einer Abschwächung der günstigen Wirkungen einer Anreicherung nahe der Oberfläche, insbesondere im Falle von Humus.

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