Die Wirtschaftlichkeit eines landwirtschaftlichen Anbauverfahrens (Deckungsbeitrag) ist zum einen von der Höhe der Erträge, zum anderen von den verschiedenen Kosten der Produktion geprägt.

Pfluglose Bodenbearbeitung bietet Einsparpotential v.a. bei Arbeits- und Maschinenkosten

Während die Pflugverfahren oftmals höhere Erträge bringen, sind nach zahlreichen Berechnungen die Produktionskosten bei Mulchsaat und Direktsaat niedriger (u.a. SCHULZE et al. 2000).

Auf längere Sicht, insbesondere nach Maschinenabstockung, bietet der Übergang von der konventionellen Bodenbearbeitung mit dem Pflug zur Mulchsaat oder zur Direktsaat beträchtliche Einsparmöglichkeiten bei den Maschinen- und Arbeitskosten (Klotz & Haag, 2001). Als Grundregel kann man sagen, dass pfluglose Bearbeitungsverfahren einen niedrigeren Arbeitszeitbedarf haben und geringere Maschinenkosten verursachen, was dem Deckungsbeitrag zugute kommt.

Andere Meinung: ökologische Vorteile ohne Pflug, ökonomische Vorteile mit Pflug

Bezüglich der Wirtschaftlichkeit schneiden nach KANSY & VETTER (1999) die konventionellen Anbauverfahren am besten ab, während die Anbauverfahren mit reduzierter Bodenbearbeitung bei ökologischen Aspekten wie Erosionsschutz und Verminderung der Nitratbelastung der Gewässer deutliche Vorteile aufweisen, die derzeit jedoch noch nicht an die Landwirtschaft vergütet werden.

Generell varriieren die Auswirkungen der Bodenbearbeitung auf die betriebliche Wirtschaftlichkeit stark, auch innerhalb der einzelnen Bodenbearbeitungssysteme. Je nach Kultur, Fruchtfolge, ergänzenden Anpassungen und v.a. auch nach der Dauer der Umstellung können sowohl pfluglose als auch Pflugbearbeitung positive oder negative Auswirkungen haben. Die ökonomischen Ergebnisse der Direktsaat variieren stärker und sind in den Versuchen vor Ort (Baden) eher negativ.

Vorstehend zitierte Autoren und deren Versuchsbedingungen

RE (Kansy et Vetter, 1999) D-Oberrhein - Mais
RS (Klotz et Haag, 2001)
RE (Schulze et Grimm, 2001) D - Baden-Württemberg

 

DruckenKontakt

Mit finanzieller Unterstützung aus dem Innovationsfond Klima- und Wasserschutz der badenova AG und Co.KG

logo_badenova

© Agentur Anna 2010