Nach einer mehrjährigen Umstellungsphase können die Erträge pflugloser Bodenbearbeitungsverfahren längerfristig unter günstigen Standortvoraussetzungen ein ähnliches Niveau erreichen wie unter Pfluganwendung. Unbedingt notwendig ist dazu allerdings eine Anpassung der gesamten Bestandesführung an die pfluglose Bodenbearbeitung - unterbleibt z.B. eine bedarfsgerechte Stickstoffdüngung oder die Beachtung bestimmter Fruchtfolgen, wirken sich pfluglose Verfahren negativ auf die Erträge aus. Auf ungeeigneten Standorten muss ebenfalls mit Ertragseinbußen gerechnet werden.

 

SCHULZE & GRIMM (2001) führten detaillierte Berechnungen differenziert nach Kulturen und Bearbeitungssystem durch:

  • Bei Winterweizen brachten alle Anbauverfahren vergleichbare Erträge ein
  • Direktsaat führte bei Silomais, Sommergerste und Zuckerrüben zu starken Ertragsminderungen
  • Mulchsaat ergab kurzfristig gesehen außerdem Einkommensnachteile bei Körnermais und Winterraps
  • Beide pfluglosen Verfahren führten bei Triticale und Winterweizen zu Einkommensvorteilen

Dabei ist zu beachten, dass in diesen Versuchen die Stickstoffdüngung nicht auf die pfluglosen Anbauverfahren abgestimmt war, wie es von zahlreichen Autoren empfohlen wird. Folglich wurde durch die nicht optimale Nährstoffversorgung das Ertragspotenzial der reduzierten Verfahren nicht voll ausgeschöpft.

 

Eine detaillierte Behandlung des Themas Erträge findet sich im Bereich "Ertrag und Qualität".

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