Proteingehalte bei Getreide

Für Sommergerste ermittelten SCHULZE & GRIMM (2000) erhöhte Proteinwerte unter Direktsaat im Vergleich zur Pflugbestellung und Mulchsaat und damit bei Direktsaat ein größeres Risiko, dass Braugerste zu Futtergerste wird. Winterweizen reagierte auf Direktsaat mit verminderten Rohproteingehalten gegenüber der Pflugbestellung oder Mulchsaat.

Auf den Rohproteingehalt von Weizen zeigten die Bestellsysteme nur eine geringe Wirkung. Auch nach Versuchen von AHRLBERG (2003) auf Dauerbeobachtungsstandorten wurden der Proteingehalt sowie die Ertragsparameter Bestandesdichte und Anzahl an Körnern pro Ähre durch die unterschiedliche Bodenbearbeitung nicht signifikant beeinflusst. Auch hier sollte berücksichtigt werden, dass die Umstellungsphase der Standorte bei Wechsel des Bearbeitungssystems mehrere Jahre dauern kann.

Kolbenanteile bei Mais

KANSY & VETTER konnten ausgeprägte Unterschiede bei den Kolbenanteilen von Mais nachweisen, die mit der Dauer der Versuche zwischen den einzelnen Anbauvarianten immer größer wurden. Im ersten Versuchsjahr lagen die Kolbenanteile noch eng beieinander. Drei Jahre später wurden mit 47 % die höchsten Kolbenanteile auf den Direktsaat-Varianten und mit 39 % die niedrigsten Kolbenanteile auf der Pflugfurche festgestellt.

Ölgehalt bei Raps

Bei Raps scheint das Anbauverfahren kaum Einfluss auf den Ölgehalt zu haben, wohl aber auf den Ertrag, so dass der Ölertrag bei Direktsaat am geringsten ausfiel.

DruckenKontakt

Mit finanzieller Unterstützung aus dem Innovationsfond Klima- und Wasserschutz der badenova AG und Co.KG

logo_badenova

© Agentur Anna 2010