Das Risiko von Nährstoffausträgen aus Böden in Gewässer ergibt sich aus dem Zusammenspiel zwischen Nährstoffangebot (z.B. Dünger, Stickstoff, Phophate, Kalium...) und Niederschlägen bzw. dem Wasserhaushalt des Bodens. Die überschüssigen Nährstoffe können entweder in gelöster Form mit dem Sickerwasser durch den Boden in das Grundwasser gelangen (Auswaschung) oder aber an Bodenpartikel gebunden mit dem Oberflächenabfluss abgeschwemmt und in Oberflächengewässer eingetragen werden (Abschwemmung). Nitrate werden vor allem ausgewaschen, Phosphate vor allem abgeschwemmt.

Verschiedene Wirkungsmechanismen beeinflussen bei der pfluglosen Bodenbearbeitung die Nährstoffverlagerung und haben zum Teil gegensätzliche Effekte. Die vielfältigen Versuche zu diesem Thema zeigen je nach Jahr, Jahreszeit und Art der Niederschläge unterschiedliche Ergebnisse. Über Winter und im Frühjahr ist in den meisten Fällen die Nitratauswaschung bei pflugloser Bodenbearbeitung gegenüber der Pflugbewirtschaftung reduziert. Bei ungünstiger Abfolge von Düngerausbringung und Starkniederschlag kann allerdings im Frühjahr die Nitratauswaschung bei pfluglosen Böden höher ausfallen als unter Pflugbewirtschaftung. Der Nährstoffverlust durch Oberflächenabfluss kann unter pflugloser Bodenbearbeitung im Winter höher sein, im Frühjahr ist er jedoch gegenüber der Pflugbewirtschaftung deutlich reduziert. Phosphorverluste sind bei pflugloser Bodenbearbeitung größer und vor allem durch Abschwemmung direkt unter der Bodenoberfläche bedingt.

Weiterlesen:

Verlagerung von Stickstoff

Stickstoffauswaschung in das Grundwasser

Stickstoffaustrag durch Oberflächenabfluss

Verlagerung von Phosphor

 

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